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Internationale Abschlusstagung 2011
Herzlich willkommen auf den Seiten des
SPP 1173: „Integration und Desintegration der Kulturen im
europäischen Mittelalter“
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat
im Juli 2005 das Schwerpunktprogramm 1173 "Integration und
Desintegration der Kulturen im europäischen Mittelalter" für
6 Jahre eingerichtet. Das Programm umfasst im derzeit dritten
Bewilligungszeitraum (2009-2011) 24 Einzelprojekte, die dezentral an 14
deutschen Universitäten betrieben werden. Die Koordination des
Schwerpunktprogramms liegt bei den Professoren Michael Borgolte
(Humboldt-Universität zu Berlin) und Bernd Schneidmüller
(Ruprecht-Karls Universität Heidelberg), die auch als Sprecher des
SPP fungieren.
Europa
schafft sich im 21. Jahrhundert erstmals in seiner Geschichte eine
freiwillige politische Einheit. Dabei stellen sich Fragen nach der
"Identität" Europas sowie der Bestimmung der Grenzen - Fragen, die
dringend diskutiert und im weitgehenden Konsens geklärt werden
müssen. Das Schwerpunktprogramm soll europäische
Integrationsprozesse und Entzweiungen im Mittelalter erforschen und
dadurch die Problematik der Ausgleichsprozesse und Abwehrmechanismen
besser versteh- und daher auch beherrschbar machen. Das erste
mediävistische Schwerpunktprogramm seit 20 Jahren will jedoch
keine europäische Identität aus geschichtlicher Erfahrung
begründen, sondern die Vorstellung von der historischen Einheit
Europas problematisieren. Leitidee ist die Einsicht, dass Europa
niemals eine Einheitskultur war, sondern auch im Mittelalter als
Gefüge mehrerer Einheiten - religiös-kultureller,
sprachlicher, politisch-rechtlicher od er wirtschaftlicher -
existierte. Diese Einheiten erneuerten sich in beständigem Wandel
und immer im Bezug aufeinander. Das Ziel des Schwerpunktprogramms liegt
in der genaueren Erkenntnis eines pluralistisch aufgefassten
europäischen Mittelalters durch beziehungsgeschichtliche und
komparative Studien.
Zur Analyse
dieser komplexen Wechselwirkungen ist das Schwerpunktprogramm
interdisziplinär angelegt und ermöglicht die Zusammenarbeit
von
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus derzeit 14
Einzeldisziplinen: Archäologie, Architekturgeschichte,
Byzantinistik, Germanistik, Islamwissenschaften, Judaistik,
Kunstgeschichte, Mittelalterliche Geschichte, Osteuropäische
Geschichte, Philosophie, Theologie und Turkologie. Mit seinem
vergleichenden Ansatz möchte das SPP traditionelle Konzentrationen
auf nationale Bezugsfelder aufbrechen und Ausgleichsprozesse sowie
Differenzen im europäischen Kontext betrachten. In drei
interdisziplinären Arbeitsforen, in denen die einzelnen
Forschungsprojekte methodisch eng miteinander vernetzt werden, sollen
verschiedene Aspekte des Themas erarbeitet werden: Wahrnehmungsweisen
und Formen gedanklicher Auseinandersetzung mit anderen Kulturen,
Realbegegnungen von Menschen und Gruppen verschiedener Kulturkreise und
die Frage nach den Ursachen für Ausgleich und Entzweiungen.
SPP-Sommerkonferenz in Heidelberg Ende
September 2009

Treffen der SPP-Arbeitsgruppen in
Eisenach (März 2010)

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